Kulturschule

Die Greta-Fischer-Schule auf dem Weg zur Kulturschule

Auf dem Weg zur Kulturschule ist die Dachauer Greta-Fischer-Schule- Kultusminister Michael Piazolo hat das sonderpädagogische Förderzentrum mit 8 weiteren bayrischen Schulen aller Schularten für das Pilotprojekt „Kulturschulen in Bayern“ ausgewählt. Die Initiative „Kulturschulen“ wird von der Stiftung Mercator im Rahmen des Programms „Kreativpotentiale“ gefördert. Die Pilotphase begann im September 2019 und endet im Dezember 2022.

Säulen unseres Verständnisses von Kulturschule sind:
Die KULTURSCHULE definiert sich über einen erweiterten Kulturbegriff, bei dem die Künste im Mittelpunkt stehen, aber auch eine kulturelle Vielfalt miteinbezogen wird.

  • Kreativ-Kultur
  • Wertekultur
  • Erinnerungskultur
  • Umwelt, Nachhaltigkeit

Wir wollen die Entdeckerfreude und Gestaltungslust unserer Kinder nutzen und ihnen die Möglichkeit geben, sich künstlerisch-kreativ-sinnlich in unterschiedlichen künstlerischen Bereichen zu erleben. Wir sind der Überzeugung, dass dadurch Prozesse in Gang gesetzt werden, die die Kinder in ihrer kulturellen Identität, im Aufbau eines Selbstkonzepts und in ihrem Vertrauen stärken, ihr eigenes Leben zu gestalten. Es geht uns darum, ästhetische Bildung und Kultur schrittweise im Schulalltag in allen Fächern zu verankern und das Bewusstsein für deren Wert zu schärfen. Ergänzend zur Stunden- und Klassenstruktur des Schulalltags arbeiten wir für unseren Schulentwicklungsprozess auch mit Künstlern als Partner zusammen, die uns in diesem Prozess unterstützen und zielführend lenken.

Ausführliche Informationen

Rückblick über das erste Jahr des Pilotprojektes

Ein Kernstück der Greta-Fischer-Schule als Kulturschule sind die Kunst-Kulturtage.

Entstehung der Kunst- und Kulturtage

Die Greta-Fischer-Schule wurde im Februar 2017 von der Regierung Oberbayern als teilnehmende Schule für das Projekt „Schulentwicklung durch kulturelle Bildung an Förderschulen“ ausgewählt. In Kooperation mit der Stiftung Nantesbuch startete das Bayerische Kultusministerium diesen Prozess im Schuljahr 2017/18 landesweit an 7 Förderschulen. Ziel ist es, Kunst und Kultur nicht nur als musische Fächer im Rahmen des Lehrplans zu begreifen, sondern sie als zentralen Bestandteil im schulischen Leben, im Unterricht in allen Fächern, in der Schulentwicklung und im Bildungsverständnis zu verankern.

Bisherige Kunst-Kulturtage:

  • KuKuTa 19/20
  • KuKuTa 18/19
  • KuKuTa 17/18

Kunst-Kulturtage "Natur und Kunst" 2019/20

Unterstützt von der Mercator-Stiftung und anderen externen Sponsoren konnte im Januar des Schuljahres 2019/20 nun schon zum dritten Mal das „Kunst- und Kultur-Projekt“, als eine Säule unserer kulturellen Bildung, gestartet werden. Unsere Schule öffnet ihre Pforten und lädt Dachauer Künstler und Kulturschaffende bei verschiedenen Workshops für Kreatives Schaffen und Kulturelle Angebote ein, um mit unseren Schülern und Schülerinnen zu arbeiten.

Schüler und Schülerinnen aus den 3. und 5. Klassen konnten sich an einem „Markttag“ einen Überblick über die angebotenen Projektgruppen verschaffen und sollten dann für sich eine Auswahl treffen. Das war angesichts der vielen Möglichkeiten sicherlich keine einfache Aufgabe!

  • Arbeiten mit Holz und Naturmaterialien
  • Kreatives Schaffen mit Farben
  • Musiktheater mit eigens dafür gefertigten Figuren aus diversen Materialien
  • Erstellen von Musikinstrumenten und Kompositionen von eigener Musik
  • Tanz und Bewegung mit eigener Choreografie
  • Naturfotografie und Verfremdung in der Film-AG
  • Filzen in, mit und um die Natur
  • oder Geschichten erfinden

Doch schließlich hatten jeder Schüler und jede Schülerin den richtigen Kurs gefunden. So startete ab Januar jeden Donnerstag der Kunst- und Kulturtag. Zusammen mit Lehrerinnen und Lehrern und externen Kulturschaffenden konnten die Kinder mit Materialien experimentieren, Techniken ausprobieren und ihre eigenen Ausdrucksmöglichkeiten finden. Das diesjährige Thema „Natur“ bot viel Gestaltungsfreiraum, und so entstanden Insektenhotels aus Holz, gefilzte „Landkarten“, lustige Figuren aus Abfällen, Geschichten, die auf fremden Planeten spielen und vieles mehr.

Doch Kreativität und Begeisterung wurden im März jäh von der Corona-Pandemie ausgebremst. Die wochenlange Schulschließung und der anschließende eingeschränkte Unterricht machten die Treffen in den Projektgruppen unmöglich. Auch das für den Sommer geplante große Kulturfest, an dem die Ergebnisse der einzelnen Workshops hätten gezeigt werden sollen, musste abgesagt werden.

Aber was sollte nun mit all den angefangenen oder sogar schon fertig gestellten Werken passieren? Auch im Homeschooling entstanden noch einige Dinge. Wir wollten sie nicht einfach ungewürdigt in der Schublade verschwinden lassen. Und so kann nun jeder, der über den Pausenhof an der großen Fensterfront der Greta-Fischer-Schule entlangläuft, dort eine kleine Ausstellung bewundern. Schon die wenigen Beispiele aus den Projektgruppen zeigen, mit welcher Begeisterung die Kinder bei der Sache waren.

Kunst-Kulturtage "Träume" 2018/19

Auch in diesem Schuljahr schufen wir jeden Donnerstag Freiräume für die Entdeckerfreude und Gestaltungslust unserer Kinder. Unter dem Motto „Träume“ konnten sich die Schülerinnen und Schüler unserer 3. und 5. Jahrgangsstufe künstlerisch-kreativ in unterschiedlichen Kunstsparten betätigen. Seit Anfang Februar, jeweils donnerstags von 10 Uhr bis 12.15 Uhr werkelten sie in jahrgangsgemischten Gruppen in einem Workshop ihrer Wahl in den Bereichen Drucktechniken, Film, Filzen, Literatur, Musik, Bau von Plastiken, Tanz und Theater. Die Workshops wurden entweder von einem/r externen Künstler/in oder von einer kunstaffinen Lehrkraft der GFS geleitet. Am 29.Mai 2019 fand das Projekt im Rahmen unseres Kulturfests „Kunst und Spiel“ seinen Abschluss.